Neues Sporthub verbindet Sport und Gemeinschaft am Neckar
Neues Sporthub verbindet Sport und Gemeinschaft am Neckar, Foto illustrativ: Pixabay/Pixabay-Lizenz

Ein moderner Bau ergänzt seit Kurzem die Sportlandschaft der Neckarvororte. Die Anlage verbindet mehrere Angebote unter einem Dach und dient rund 3000 Mitgliedern als zentrale Anlaufstelle. Der Neubau kostete knapp 7 Millionen Euro und wurde termingerecht fertiggestellt. Kurz vor der offiziellen Eröffnung lohnt sich ein Blick auf Struktur, Bedeutung und Hintergründe. Zu den begleitenden Entwicklungen im Stadtgebiet passt auch der Ausbau städtischer Angebote wie der Wintertraum in Stuttgart, der Bewegung und Sport in den Mittelpunkt rückt.

Inhaltsverzeichnis:

Neuer Bau zwischen Kesselstraße und Hedelfinger Straße

Der Standort liegt zwischen Kesselstraße und Hedelfinger Straße, nahe Longhorn LKA, Omega und mehreren Gewerbebetrieben. Im Erdgeschoss befinden sich ein Fitnessstudio und Kursräume, darüber eine Kaltlufthalle mit Korkboden, Dachkonstruktion, Sauna und Geschäftsstelle. Das Gebäude soll Sportlerinnen und Sportlern aus Rohracker, Hedelfingen, Wangen sowie Ober- und Untertürkheim dienen. Die Entstehungsgeschichte reicht bis 2011 zurück. Damals schlossen sich SKG Hedelfingen, SKV Rohracker, TV Hedelfingen und VfL Wangen zusammen. Ab 2015 folgte der TV Obertürkheim, zuletzt der Liederkranz Frohsinn. Die Sportkultur Stuttgart betreibt dadurch sechs Vereinsheime, teils mit Sanierungsbedarf.

  • 3000 Mitglieder
  • 6 zusammengeführte Vereine
  • Baukosten rund 7 Mio. Euro
  • 3,2 Mio. Euro Zuschuss der Stadt
  • 570000 Euro Förderung des Landessportbundes

Frank Nopper betont gesellschaftliche Bedeutung

Stuttgarts Oberbürgermeister Frank Nopper hob die Rolle der Vereine für das städtische Miteinander hervor. Die Aussage fiel im Zusammenhang mit den Herausforderungen der Neckarvororte. In diesem Teil Stuttgarts haben etwa 75 Prozent der Kinder und Jugendlichen ausländische Wurzeln. Vereine übernehmen daher ergänzende Aufgaben. Uli Strobel, Vorsitzender der Sportkultur, formuliert dies klar mit „wir bieten Sport an“ und ergänzt „aber wir machen auch Sozialarbeit“. Die Zitate sind im Original überliefert. Die Stadt unterstützte sowohl finanziell als auch mit einer Bürgschaft, um den Eigenanteil abzusichern.

Parallel dazu beschäftigt sich die Region intensiv mit Infrastrukturfragen im Bildungswesen. Dazu zählen etwa Initiativen wie schnelles Internet für Stuttgarter Schulen, die zeigen, wie breit gefächert kommunale Förderung heute eingesetzt wird.

Holzhybrid-Bau mit Photovoltaik als gemeinsamer Mittelpunkt

Die Verantwortlichen blieben im vorgesehenen Kosten- und Zeitrahmen. Der Holzhybrid-Bau verfügt über eine Photovoltaikanlage und trägt offiziell den Namen Sporthub. Das Wort sei neudeutsch, so Strobel, aber Logistiker und IT-Fachleute nutzten es für einen zentralen Knotenpunkt. Diese Bedeutung passt zur zusammengeführten Vereinsstruktur. Das Gebäude soll künftig auch Wege verkürzen. Bisher lagen viele Sportstätten links und rechts des Neckars sowie an den Hängen verteilt. Der neue Mittelpunkt bringt einen Teil der Angebote an einen Ort, der zwar nicht als malerisch gilt, aber strukturell aufgewertet wurde.

Wandel der Neckarvororte und Folgen für den Verein

Die Region hat einen langen Strukturwandel hinter sich. Viele Bewohner arbeiteten einst bei Kodak oder bei Daimler, andere kamen aus zahlreichen Ländern auf der Suche nach Arbeit und Stabilität. Wer entlang der Stadtbahn-Endstation Hedelfingen unterwegs ist, erkennt diesen Wandel an neuen gastronomischen Angeboten. Der Verein reagiert darauf mit Programmen, die über Sport hinausreichen. Sprache, Integration und Armut spielen dabei eine Rolle. Das Zentrum soll den Alltag vieler Menschen erleichtern und gleichzeitig den Zusammenhalt stärken. Ergänzend zu dieser Entwicklung lohnt auch ein Blick auf andere gesellschaftliche Projekte wie das Jugendhaus Heslach, das ebenfalls auf kulturelle Vielfalt setzt.

Mit dem Sporthub schafft die Sportkultur Stuttgart einen Schwerpunkt für Training, Begegnung und soziale Angebote. Der Neubau bündelt die Aktivitäten der sechs Ursprungvereine und bietet den Neckarvororten erstmals ein gemeinsames Zentrum.

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Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG, WEBRIVAIG

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