In Stuttgart laufen die Vorbereitungen für den Beginn der Adventszeit. Auf dem Schlossplatz entsteht derzeit der beliebte „Wintertraum“. Bei milden Temperaturen und Sonnenschein bauen Henny Stamer und Stefan Kinzler die Anlage auf. Zum dritten Mal ersetzt dort eine Rollschuhbahn die frühere Eisfläche, die bis 2022 traditionell genutzt wurde.
Inhaltsverzeichnis:
- Rollschuhbahn statt Eisfläche auf dem Schlossplatz
- Riesenrad der Familie Bruch kehrt zurück
- Sparmaßnahmen und weihnachtliche Stimmung
- Stuttgarter Winter mit Tradition
Rollschuhbahn statt Eisfläche auf dem Schlossplatz
Die Veranstalter setzen seit der Energiekrise 2022 auf eine umweltfreundlichere Lösung. Statt Eis gibt es Rollen, Musik und Lichter. Das Konzept kam gut an und wird fortgeführt. Der „Wintertraum“ besteht seit 1999 und bietet neben der Rollschuhbahn zahlreiche Stände. Besucher finden dort Glühwein, Imbissbuden und ein buntes Rahmenprogramm. Die offizielle Eröffnung ist am Mittwoch, 19. November.
Die Preise sind klar geregelt:
- Kinder unter sechs Jahren zahlen 6 Euro
- Kinder zwischen sechs und zehn Jahren: 10 Euro
- Schüler, Studierende und Auszubildende: 10 Euro
- Erwachsene: 15 Euro
- Erwachsene mit Kind: 22 Euro
- Senioren: 6 Euro
- Begleitpersonen ohne Rollschuhe: 3 Euro
Geöffnet ist täglich von 11 bis 22.30 Uhr, letzter Einlass ist um 21.30 Uhr. Das Angebot gilt bis zum 6. Januar. Wer möchte, kann so lange fahren, wie die Füße mitmachen.
Riesenrad der Familie Bruch kehrt zurück
Auch in diesem Jahr wird das bekannte Riesenrad im Ehrenhof des Neuen Schlosses aufgebaut. Vom 19. November bis 6. Januar können Besucher zum fünften Mal in luftiger Höhe den Blick über Stuttgart genießen. Das Riesenrad bleibt trotz angespannter Haushaltslage erhalten, da es keine Belastung für die Stadtkasse darstellt.
Die Fläche des Schlossplatzes gehört dem Land Baden-Württemberg und wird vom Finanzministerium verwaltet. Die Betreiber zahlen Miete, wodurch der Betrieb Einnahmen generiert. Wer von oben über Stuttgart blickt, sieht den Schlossplatz in diesem Jahr etwas dunkler. Die bekannten Glanzlichter werden aus Kostengründen eingespart. Dadurch spart die Stadt jeweils rund 200.000 Euro in den Jahren 2026 und 2027.
Sparmaßnahmen und weihnachtliche Stimmung
Auch wenn auf Lichter verzichtet wird, soll die Atmosphäre erhalten bleiben. Der „Wintertraum“ und das Riesenrad bilden den Mittelpunkt des Stuttgarter Advents. Musik, Gerüche und das bunte Treiben sorgen trotz Einsparungen für festliche Stimmung. Die Stadt prüft derzeit weitere Möglichkeiten zur Haushaltsreduzierung. Neben dem Verzicht auf Lichtinstallationen werden verschiedene Projekte überprüft.
Ähnliche Einsparungen wurden bereits in anderen Bereichen der Stadt umgesetzt. Über die Anpassungen in öffentlichen Einrichtungen berichtet unter anderem der Beitrag zur Nutzung von Solarenergie auf Schuldächern.
Stuttgarter Winter mit Tradition
Der „Wintertraum“ ist längst fester Bestandteil des vorweihnachtlichen Stadtlebens. Er zieht Familien, Touristen und Einheimische gleichermaßen an. Neben sportlicher Bewegung bietet er Treffpunkte und Gelegenheit zum Verweilen. Das Zusammenspiel aus Rollschuhbahn, Riesenrad und kulinarischem Angebot macht den Schlossplatz in der Adventszeit zum zentralen Ort der Begegnung.
Wer sich für weitere Veranstaltungen im Stadtzentrum interessiert, findet im Bericht über den Aktionstag auf dem Schlossplatz zusätzliche Informationen über künftige Events an diesem Standort. Auch kulturelle Ereignisse wie das Kessel Festival zeigen, wie vielfältig Stuttgart seine Innenstadt belebt – nicht nur im Winter.
Trotz geringerer Beleuchtung bleibt der Schlossplatz ein lebendiger Ort. Die Stuttgarterinnen und Stuttgarter dürfen sich auf Bewegung, Musik und ein großes Rad freuen, das sich vor dem Neuen Schloss dreht.
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Quelle: STUTTGARTER ZEITUNG