In Deutschland beginnen junge Menschen weiterhin häufiger eine Berufsausbildung als ein Hochschulstudium, wenn alle beruflichen Bildungswege nach der Sekundarstufe I zusammengezählt werden. Nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes starteten 2025 rund 688.200 Personen eine Berufsausbildung, während rund 502.300 Personen ein Hochschulstudium aufnahmen. Der direkte Vergleich ist trotzdem nicht ganz einfach. Die breite Kategorie Berufsausbildung umfasst mehr als die duale Lehre im Betrieb. Betrachtet man nur die duale Berufsausbildung nach Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung, lag die Zahl der neuen Ausbildungsverträge 2025 bundesweit bei rund 461.800. Damit lag dieser Teilbereich unter der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger.
Inhaltsverzeichnis
- Was die aktuellen Zahlen für Deutschland zeigen
- Warum die duale Ausbildung anders gezählt wird
- Wie Baden-Württemberg zwischen Hochschule und Ausbildung steht
- Welche Gründe junge Menschen in die Ausbildung oder ins Studium führen
- Ausbildung und Studium im direkten Vergleich
- Wie Familien die Entscheidung strukturieren können
- FAQ
Was die aktuellen Zahlen für Deutschland zeigen
Für Familien in Stuttgart und Baden-Württemberg ist die Frage deshalb besonders praktisch. Es geht nicht nur um Prestige, sondern um Zugang, Dauer, Einkommen während der Ausbildung, spätere Aufstiegschancen und die Lage am Arbeitsmarkt. Wer sich nach der Schule orientiert, vergleicht heute Berufsschule, duale Ausbildung, Fachhochschule, Universität und duales Studium oft gleichzeitig. Auch die Debatte über öffentliche oder private Schulen in Stuttgart spielt dabei für viele Eltern früher eine Rolle als noch vor einigen Jahren.
Die amtliche Bildungsstatistik unterscheidet mehrere Wege nach der Sekundarstufe I und nach der Sekundarstufe II. Dazu gehören Berufsausbildung, Studium, Übergangsbereich und der Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung. Genau diese Trennung ist wichtig, weil sonst Ausbildung und Studium schnell falsch miteinander verglichen werden.
Nach den vorläufigen Ergebnissen für 2025 begannen in Deutschland rund 1,9 Millionen Personen ein Bildungsprogramm nach der Sekundarstufe I oder ein Studium. Die Gesamtzahl blieb gegenüber 2024 nahezu unverändert. Innerhalb dieser Gruppe lag die Berufsausbildung mit rund 688.200 Anfängerinnen und Anfängern vor dem Studium mit rund 502.300 Studienanfängerinnen und Studienanfängern.
Die kurze Antwort lautet deshalb: Im breiten Sinn wählen junge Menschen in Deutschland häufiger eine Berufsausbildung als ein Studium. Diese Aussage gilt aber nur, wenn die Berufsausbildung insgesamt betrachtet wird und nicht ausschließlich der duale Ausbildungsvertrag.
Im selben Jahr begannen rund 262.200 junge Menschen ein Bildungsprogramm im Übergangsbereich. Diese Programme sollen berufliche Grundkenntnisse vermitteln, Sprachkenntnisse stärken oder einen Schulabschluss ermöglichen. Sie sind kein Studium und keine vollqualifizierende Ausbildung, zeigen aber, dass der Übergang nach der Schule für viele Jugendliche nicht sofort geradlinig verläuft.
Der Weg zum Abitur oder zu einer anderen Hochschulzugangsberechtigung blieb ebenfalls bedeutsam. Rund 463.800 Schülerinnen und Schüler schlugen 2025 diesen Weg ein. Wer später studiert, taucht in der Statistik also oft erst Jahre nach dieser Entscheidung als Studienanfängerin oder Studienanfänger auf.
| Bildungsweg | Anfängerinnen und Anfänger 2025 | Entwicklung gegenüber 2024 | Einordnung |
|---|---|---|---|
| Berufsausbildung insgesamt | rund 688.200 | minus 1,2 Prozent | größer als der Studienbeginn |
| Hochschulstudium | rund 502.300 | plus 1,6 Prozent | weiterhin sehr stark nachgefragt |
| Übergangsbereich | rund 262.200 | plus 0,7 Prozent | wichtiger Puffer zwischen Schule und Ausbildung |
| Weg zur Hochschulreife | rund 463.800 | nahezu unverändert | Vorstufe für viele spätere Studienwege |
Warum die duale Ausbildung anders gezählt wird
Die duale Berufsausbildung ist der bekannteste Teil des deutschen Ausbildungssystems. Sie verbindet Betrieb und Berufsschule. Jugendliche schließen einen Ausbildungsvertrag ab, arbeiten im Unternehmen und lernen parallel an der Berufsschule. Dieser Weg ist besonders eng mit Handwerk, Industrie, Handel, freien Berufen, Landwirtschaft und öffentlichem Dienst verbunden.
2025 wurden bundesweit rund 461.800 neue Ausbildungsverträge in der dualen Berufsausbildung gezählt. Das waren 2,8 Prozent weniger als 2024. Insgesamt befanden sich zum Jahresende 2025 rund 1.207.900 Menschen in einer dualen Berufsausbildung.
Wer nur die duale Ausbildung zählt, sieht ein anderes Bild als beim breiten Begriff Berufsausbildung. Dann liegt der Studienbeginn mit rund 502.300 Personen über den neu abgeschlossenen dualen Ausbildungsverträgen. Das erklärt, warum Überschriften über Ausbildung und Studium manchmal widersprüchlich wirken.
Der Unterschied entsteht durch die statistische Abgrenzung. Zur Berufsausbildung insgesamt zählen auch schulische Ausbildungswege und weitere berufliche Programme. Die duale Ausbildung ist nur ein Teil davon. Sie bleibt zentral, aber sie deckt nicht alle beruflichen Bildungswege ab.
Für junge Menschen ist diese Unterscheidung mehr als Statistik. Ein dualer Ausbildungsvertrag bringt früh Berufspraxis und Vergütung. Ein Studium bietet meist mehr theoretische Tiefe und Zugang zu akademischen Berufen. Dazwischen liegt das duale Studium, das Praxis und Hochschule verbindet, aber statistisch zum Hochschulbereich gezählt wird.
- Die duale Ausbildung führt früh in den Betrieb und in konkrete Arbeitsabläufe.
- Schulische Ausbildungen sind in sozialen, gesundheitlichen und gestalterischen Bereichen wichtig.
- Das Studium bleibt für viele technische, wissenschaftliche, pädagogische und juristische Berufe nötig.
- Das duale Studium verbindet akademischen Abschluss und Praxisphasen.
Auch der Ausbildungsmarkt selbst ist angespannt. Nach Analysen des Bundesinstituts für Berufsbildung überstieg 2025 die Nachfrage der Jugendlichen erneut das verfügbare Ausbildungsplatzangebot. Zugleich blieben Ausbildungsstellen unbesetzt, während viele junge Menschen weiter suchten. Das weist auf Passungsprobleme hin. Berufswunsch, Region, Schulabschluss und betriebliche Anforderungen passen nicht immer zusammen.
Wie Baden-Württemberg zwischen Hochschule und Ausbildung steht
Baden-Württemberg ist ein besonders interessanter Fall. Das Land hat starke Hochschulen, große Industriebetriebe, viele mittelständische Unternehmen und eine lange Ausbildungstradition. Für Stuttgart und die Region bedeutet das eine breite Auswahl, aber auch hohe Erwartungen an Schulabschlüsse, Mobilität und Bewerbungsfristen.
In Baden-Württemberg wurden 2025 nach vorläufigen Angaben 66.080 neue duale Ausbildungsverträge abgeschlossen. Das waren rund 1.740 Verträge weniger als im Vorjahr und entsprach einem Rückgang von 2,6 Prozent. Besonders Industrie und Handel verzeichneten Rückgänge. Im Handwerk gab es dagegen ein Plus.
Parallel blieb der Hochschulsektor stark. Im Wintersemester 2024/25 waren gut 347.400 Studierende an Hochschulen in Baden-Württemberg eingeschrieben. Im Studienjahr 2024 wurden 68.910 Studienanfängerinnen und Studienanfänger im ersten Hochschulsemester gezählt. Zum Wintersemester 2025/26 meldete das Statistische Landesamt vorläufig gut 56.600 Erstsemester an baden-württembergischen Hochschulen, 1,5 Prozent weniger als im Vorjahr.
Für Baden-Württemberg zeigt sich damit kein einfacher Trend gegen die Ausbildung oder gegen das Studium. Beide Wege bleiben groß. Die duale Ausbildung verliert in einzelnen Bereichen Verträge, während Hochschulen weiterhin viele junge Menschen aufnehmen. Gleichzeitig hängt die Entscheidung stark vom Berufsziel ab.
Wer in Stuttgart über Bildung spricht, denkt oft zuerst an Schulformen, Abitur und Noten. Das ist nachvollziehbar. Doch die eigentliche Entscheidung entsteht meist schrittweise. Welche Praktika wurden gemacht? Welche Fächer liegen der Schülerin oder dem Schüler? Wie wichtig ist ein schneller Einstieg ins Berufsleben? Wie stark zählt wissenschaftliches Arbeiten? Auch der Vergleich Abitur in Baden-Württemberg oder Bayern zeigt, dass Bildungswege schon vor der Berufswahl unterschiedlich wahrgenommen werden.
Welche Gründe junge Menschen in die Ausbildung oder ins Studium führen
Die Wahl zwischen Ausbildung und Studium ist selten nur eine Frage der Noten. Viele Jugendliche entscheiden nach Sicherheit, Interesse, familiären Erfahrungen und Arbeitsmarktchancen. Auch Vorbilder spielen eine Rolle. Wer Eltern, Geschwister oder Bekannte mit einer Ausbildung erlebt, sieht diesen Weg oft konkreter. Wer früh Kontakt zu Hochschulen hat, betrachtet ein Studium selbstverständlicher.
Welcher Bildungsweg passt besser?
Dieser kurze Selbstcheck hilft, Ausbildung und Studium nach Lernstil, Alltag und Zielberuf einzuordnen.
Du lernst gern praktisch, willst früh im Betrieb stehen und möchtest schnell eigenes Geld verdienen.
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Du willst tiefer in Theorie einsteigen, wissenschaftlich arbeiten und brauchst einen akademischen Abschluss.
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Du möchtest Praxis und Hochschule verbinden und bist bereit für einen dichten Wochenplan.
Duales Studium prüfen.
Überwiegen praktische Antworten, spricht vieles für eine Ausbildung. Überwiegen theoretische Antworten, passt eher ein Studium. Bei gemischten Antworten lohnt sich der Blick auf duale Studiengänge.
Eine Ausbildung wirkt für viele attraktiv, weil sie praktisch ist. Der Alltag beginnt im Betrieb. Die Lerninhalte haben direkten Bezug zur Arbeit. Dazu kommt eine Ausbildungsvergütung. Für junge Menschen, die schnell unabhängig werden wollen, ist das ein starkes Argument.
Ein Studium zieht dagegen junge Menschen an, die sich wissenschaftlich vertiefen möchten oder einen Beruf anstreben, für den ein akademischer Abschluss nötig ist. Dazu gehören viele Wege in Medizin, Lehramt, Ingenieurwissenschaften, Forschung, Recht, Psychologie oder bestimmte Verwaltungs- und IT-Bereiche. In Stuttgart ist zudem die Nähe zu Technologie, Mobilität, Kultur und Verwaltung ein Faktor.
Wichtig ist aber, dass die Grenzen weicher werden. Viele Ausgebildete machen später eine Weiterbildung, eine Meisterprüfung, einen Technikerabschluss oder ein Studium. Viele Studierende wechseln nach einigen Semestern in eine Ausbildung. Der erste Weg nach der Schule entscheidet also nicht endgültig über das ganze Berufsleben.
- Zuerst sollte das Berufsziel geklärt werden, nicht der Status des Abschlusses.
- Danach zählt der passende Lernstil, also praktisch, schulisch, akademisch oder gemischt.
- Erst dann sollten Dauer, Geld, Wohnort, Bewerbungsfristen und Zulassung geprüft werden.
- Am Ende hilft ein Plan B, falls Studienplatz oder Ausbildungsstelle nicht sofort klappt.
Gerade bei Unsicherheit kann zusätzliche Unterstützung helfen. Schulische Beratung, Berufsorientierung, Praktika und Nachhilfeangebote können Übergänge stabilisieren. Für Familien, die neben der Schule nach Unterstützung suchen, passt auch der Blick auf Bildungshilfe neben der Schule, weil Leistungsdruck und Berufswahl häufig zusammenfallen.
Ausbildung und Studium im direkten Vergleich
Der direkte Vergleich zeigt, dass Ausbildung und Studium verschiedene Stärken haben. Die Ausbildung ist näher am Betrieb. Das Studium öffnet stärker akademische und forschungsnahe Wege. Beide können zu guten Einkommen führen. Beide können scheitern, wenn Erwartung und Alltag nicht zusammenpassen.
Für junge Menschen in Stuttgart ist außerdem wichtig, wie mobil sie sein können. Eine Ausbildung hängt oft an einem konkreten Betrieb. Ein Studium hängt an Zulassung, Hochschule, Fach und Wohnkosten. Wer täglich pendeln muss, bewertet Wege, Fahrzeiten und Stundenpläne anders als jemand, der in der Nähe von Betrieb oder Campus wohnt.
| Kriterium | Berufsausbildung | Studium | Worauf Familien achten sollten |
|---|---|---|---|
| Lernform | praktisch und berufsschulisch | theoretisch, wissenschaftlich und projektbezogen | Der Lernstil sollte zum Alltag passen. |
| Einstieg | Bewerbung beim Betrieb oder bei einer Schule | Bewerbung oder Einschreibung an Hochschule | Fristen unterscheiden sich stark. |
| Geld während der Ausbildung | in der dualen Ausbildung meist Vergütung | oft Nebenjob, BAföG oder familiäre Unterstützung | Finanzierung früh realistisch planen. |
| Abschluss | beruflicher Abschluss | akademischer Abschluss | Der benötigte Abschluss hängt vom Zielberuf ab. |
| Wechselmöglichkeiten | Weiterbildung, Meister, Techniker, späteres Studium | Fachwechsel, duales Studium, Ausbildung nach Studienabbruch | Ein Wechsel ist möglich, kostet aber Zeit. |
Digitale Kompetenzen verändern beide Wege. Berufsschulen nutzen Lernplattformen, Betriebe erwarten Grundkenntnisse in Software und Hochschulen bauen digitale Lehrformate aus. Deshalb passt ein Blick auf digitale Schulen in Deutschland gut zur Berufswahl. Der Umgang mit digitalen Werkzeugen wird nicht erst im Studium wichtig.
Wie Familien die Entscheidung strukturieren können
Die beste Entscheidung entsteht nicht durch eine Rangliste. Sie entsteht durch Abgleich. Was kann die junge Person gut? Was macht sie über längere Zeit gern? Welche Arbeitsumgebung passt? Welche Abschlüsse verlangt der Zielberuf? Welche Wege sind in Stuttgart, Baden-Württemberg oder bundesweit erreichbar?
Hilfreich ist ein einfacher Entscheidungsplan. Er beginnt mit Interessen und endet mit Bewerbungsfristen. Familien sollten nicht nur auf bekannte Berufe schauen. Viele Jugendliche kennen nur wenige Ausbildungsberufe und nur wenige Studienfächer. Der tatsächliche Markt ist deutlich breiter.
- Praktikum im Betrieb organisieren, wenn praktische Arbeit infrage kommt.
- Hochschulinformationstag besuchen, wenn ein Studium realistisch ist.
- Beratung der Agentur für Arbeit oder der Schule nutzen.
- Bewerbungsfristen für Ausbildung, duales Studium und Hochschule nebeneinander notieren.
- Fahrtwege, Wohnkosten und Lernbelastung ehrlich prüfen.
- Bei Unsicherheit mehrere Bewerbungen auf verschiedenen Wegen vorbereiten.
Ein kleiner persönlicher Bildungscheck kann die Entscheidung ordnen. Wer lieber mit Menschen, Werkzeugen, Maschinen, Daten oder Sprache arbeitet, sollte passende Berufe und Studiengänge sammeln. Danach werden Zugangsvoraussetzungen geprüft. Erst zum Schluss folgt die Frage, welcher Weg gesellschaftlich höher bewertet wirkt.
Für Stuttgart ist auch der Arbeitsmarkt wichtig. Ausbildung und Studium müssen zur regionalen Nachfrage passen, aber nicht nur zur Lage im aktuellen Jahr. Junge Menschen treffen eine Entscheidung für mehrere Jahre. Wer Branchen, Einstiegswege und spätere Weiterbildung mitdenkt, vermeidet kurzfristige Fehlentscheidungen. Dazu passt ein Blick auf den Arbeitsmarkt in Deutschland, weil Bildung und Beschäftigung eng miteinander verbunden sind.
Die Daten zeigen deshalb kein Entweder-oder. Deutschland bleibt ein Land mit starkem Ausbildungssystem und starkem Hochschulsektor. Junge Menschen wählen insgesamt häufiger berufliche Bildung als ein Studium, doch das Studium bleibt sehr präsent. In Baden-Württemberg ist diese Gleichzeitigkeit besonders sichtbar. Betriebe brauchen Nachwuchs, Hochschulen bleiben gefragt und viele Lebensläufe verbinden später beide Welten.
7 Fragen vor der Bewerbung
Diese Liste hilft, Ausbildung, Studium und duales Studium vor der Bewerbung realistisch zu vergleichen.
Wer mehrere Punkte nicht abhaken kann, sollte die Entscheidung noch einmal mit Schule, Berufsberatung oder Familie durchgehen.
Wichtigste Punkte zum Merken
- Berufsausbildung insgesamt lag 2025 bundesweit vor dem Studienbeginn.
- Die duale Ausbildung allein lag 2025 unter der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger.
- Der Unterschied entsteht durch verschiedene statistische Abgrenzungen.
- Baden-Württemberg verzeichnete 2025 weniger neue duale Ausbildungsverträge.
- Die Hochschulen im Südwesten bleiben trotzdem stark nachgefragt.
- Ausbildung passt besonders gut zu frühem Praxisbezug und betrieblichem Lernen.
- Studium passt besonders gut zu akademischen und wissenschaftlichen Berufszielen.
- Der erste Bildungsweg ist nicht endgültig, weil Wechsel und Weiterbildung möglich bleiben.
FAQ
Wählen junge Menschen in Deutschland häufiger Ausbildung oder Studium?
Im breiten statistischen Sinn beginnen mehr junge Menschen eine Berufsausbildung als ein Hochschulstudium. 2025 waren es rund 688.200 Anfängerinnen und Anfänger in der Berufsausbildung gegenüber rund 502.300 im Studium.
Warum heißt es manchmal, dass mehr Menschen studieren als eine Ausbildung beginnen?
Das liegt meist an der engeren Betrachtung der dualen Ausbildung. 2025 wurden rund 461.800 neue duale Ausbildungsverträge gezählt. Diese Zahl liegt unter der Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger.
Ist eine Ausbildung in Baden-Württemberg weniger attraktiv geworden?
Die Daten zeigen 2025 einen Rückgang der neuen dualen Ausbildungsverträge in Baden-Württemberg. Daraus folgt aber nicht automatisch, dass Ausbildung generell unattraktiv ist. Im Handwerk gab es im selben Zeitraum Zuwächse.
Ist ein Studium immer besser für die Karriere?
Nein. Ein Studium ist für bestimmte Berufe nötig, aber nicht für alle guten Karrierewege. Eine Ausbildung kann über Weiterbildung, Meister, Techniker oder spätere Studienwege ebenfalls zu anspruchsvollen Positionen führen.
Wann ist ein duales Studium sinnvoll?
Ein duales Studium passt, wenn jemand akademisch lernen möchte und gleichzeitig früh betriebliche Praxis sucht. Es verlangt aber hohe Organisation, weil Hochschule und Praxisphasen parallel bewältigt werden müssen.
Wie sollten Eltern bei der Entscheidung helfen?
Eltern sollten zuerst Interessen, Lernstil und Berufsziel klären. Danach folgen Zugangsvoraussetzungen, Fristen, Finanzierung und Fahrtwege. Druck in Richtung Studium oder Ausbildung hilft selten.
In Deutschland beginnen junge Menschen im breiten Sinn häufiger eine Berufsausbildung als ein Studium. 2025 starteten rund 688.200 Personen eine Berufsausbildung und rund 502.300 ein Hochschulstudium. Wird nur die duale Berufsausbildung gezählt, liegt diese mit rund 461.800 neuen Verträgen unter dem Studienbeginn. Für Stuttgart und Baden-Württemberg bleibt die Entscheidung deshalb eine Frage des Zielberufs, des Lernstils und der erreichbaren Angebote.
Quelle: Statistisches Bundesamt Destatis, Bundesinstitut für Berufsbildung, Statistisches Landesamt Baden-Württemberg, Berufsbildungsbericht 2025 des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend.