Künstliche Intelligenz
pixabay/Foto illustrativ

Mehr als 80 Prozent der Schüler und knapp 80 Prozent der Lehrer nutzen bereits Künstliche Intelligenz im Schulalltag. Das ergab eine Online-Umfrage des Berliner Verlags Cornelsen. Digitale Technologien verändern nicht nur Hausaufgaben und Prüfungen, sondern das gesamte Bildungssystem. Schulbuchverlage müssen darauf reagieren und stellen zunehmend KI-gestützte Anwendungen zur Verfügung. Die Verlage betonen, dass KI nicht den Unterricht ersetzen, sondern die Lehrkräfte unterstützen soll. Die Technologie soll Freiräume für individuelles Lernen und soziale Interaktion schaffen. Zudem hilft sie dabei, Schüler gezielt zu fördern.

Inhaltsverzeichnis:

Cornelsen entwickelt eigene KI-Toolbox

Cornelsen hat eine eigene Abteilung für Künstliche Intelligenz gegründet. Auf der Didacta-Bildungsmesse in Stuttgart stellte der Verlag im Februar seine KI-Toolbox vor. Diese umfasst mehrere digitale Werkzeuge, darunter einen Material-Designer, der Aufgaben auf verschiedenen Schwierigkeitsstufen erstellt.

Ein weiteres Tool hilft bei der Unterrichtsplanung und Organisation von Elterngesprächen. Besonders innovativ ist der KI-Korrektur-Assistent. Er gleicht Schüleraufsätze mit den Erwartungshorizonten ab und gibt Rückmeldungen zu Rechtschreibung, Grammatik, Ausdruck und Inhalt. Das Tool vergibt keine Noten, ermöglicht jedoch eine schnelle und gezielte Rückmeldung.

In Entwicklung befindet sich zudem der KI-Lernhelfer. Damit können Lehrkräfte gesicherte Chat-Räume für Schüler bereitstellen, in denen diese ohne Datenschutzrisiken Fragen stellen können. Erste Tests zeigen, dass Schüler dieses Tool gerne nutzen.

Klett setzt auf Mathe-Lernplattform „Klett Studyly“

Auch der Stuttgarter Klett-Verlag investiert stark in Künstliche Intelligenz. Laut Geschäftsführer Maximilian Schulyok wurde das Thema KI in den letzten zwei Jahren intensiver diskutiert als jede andere Technologie.

Ein Highlight ist die neue Mathe-Lernplattform „Klett Studyly“. Sie arbeitet mit den Aufgaben aus Klett-Mathebüchern und passt sie individuell an das Lernniveau der Schüler an. Gemeinsam mit der KI können Schüler Lösungen erarbeiten und ihr Verständnis verbessern.

Für den Deutschunterricht gibt es den Lautlesetutor „Laletu“. Dieses Tool erkennt systematisch Fehler beim Lesen und gibt direktes Feedback. Zudem bietet Klett KI-gestützte Anwendungen für den Fremdsprachenunterricht, darunter ein Aussprachetraining und ein Dialogsystem mit einem Avatar.

Lehrkräfte profitieren ebenfalls von neuen Tools. Ein KI-gestützter Chat hilft bei der Unterrichtsvorbereitung, indem er passende Materialien zusammenstellt. Klett verfolgt das Ziel, einen einfachen Zugang zur KI-Technologie zu ermöglichen.

Westermann startet mit neuer Bi-Box

Auch der Schulbuchverlag Westermann aus Braunschweig reagiert auf den wachsenden KI-Trend. Zunächst gab es Skepsis, doch inzwischen erkennen viele Lehrkräfte die Vorteile von KI, sagt Christian Bass, Projektmanager für digitale Bildung.

Im Februar präsentierte Westermann auf der Didacta die überarbeitete Bi-Box. Diese „Bildungs-Box“ enthält bereits digitale Werkzeuge für die Unterrichtsvorbereitung. Künftig sollen verschiedene KI-Anwendungen hinzukommen, darunter eine KI-Korrekturhilfe. Lehrkräfte können damit Aufgaben generieren, Musterlösungen erstellen und individuelle Rückmeldungen geben.

Die KI-gestützten Werkzeuge von Westermann sollen helfen, Lehrkräfte zu entlasten und Schüler effizient zu fördern. „Wir tragen eine hohe Verantwortung, diese Entwicklung gut umzusetzen“, betont Christian Bass.

KI bleibt fester Bestandteil des Bildungssystems

Künstliche Intelligenz wird zunehmend in Schulen integriert. Verlage wie Cornelsen, Klett und Westermann entwickeln innovative Lösungen, um den Bildungsbereich zu unterstützen. Lehrkräfte und Schüler profitieren von effizienteren Prozessen und individuellen Lernmöglichkeiten. Die Entwicklung schreitet schnell voran – und das Bildungssystem passt sich an.

Quelle: stuttgarter-zeitung.de

 

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